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Ein Wochenende in Köln: P!nk, CSD und der Zoo

Posted in Rund um die Welt, and Deutschland

Last updated on 12. April 2020

Ich war noch niemals auf einem Konzert. Bisher hatte es mich auch nicht interessiert. Bis meine Frau fragte, ob wir auf ein Konzert von P!nk in Köln gehen wollen.

Dabei war ich kein großer Fan von P!nk. Im Gegensatz zu meiner Frau, die sich seit dem ersten Album in sie verliebt hatte. Doch ich dachte mir “Warum eigentlich nicht” und wir haben die Karten bestellt. P!nk. Köln. Kann man da nicht mehr daraus machen? Warum nicht direkt einen Wochenendausflug machen und wir schauen uns Köln etwas genauer an!

Ankunft: Parken in Köln

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Der Blick über den Rhein.

Das Verkehrsaufkommen in der großen Stadt ist natürlich anders als bei uns auf dem Land. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, schon früh morgens einen der Parkplätze des RheinEnergieSTADIONs aufzusuchen, und unser Auto dort abzustellen. Um 10 Uhr morgens waren wir da so ziemlich die Einzigen. Das haben wir schon einmal richtig gemacht. Dachten wir zumindest.

Um die Stadt zu erkunden haben wir uns dann online ein Tagesticket (12,73 €, Stand 2019) für den Nahverkehr gekauft und es konnte losgehen. Mit dem Bus ging es vom Parkplatz zur nächsten Straßenbahnhaltestelle und von dort in die Innenstadt. Köln, wir kommen!

Unsere Highlights des ersten Tages

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Der Ausblick auf die Kölner Innenstadt vom Köln Triangle.

Zunächst wollten wir die Aussicht auf Köln genießen und machten uns deshalb auf den Weg zur Freitreppe am Kölner Rheinboulevard. Bei gutem Wetter kannst du hier gemütlich sitzen und die Aussicht genießen. Es ist direkt beim Kennedyplatz und in der Nähe des Messegeländes.

Von dort aus ging es dann hinauf auf den Köln Triangle. Dabei handelt es sich um ein 100 Meter hohes Bürogebäude mit einer Panoramaterrasse auf dem Dach. Die Fahrt kostet 3 € und du hast einen wirklich schönen Blick über Köln.

Schokoladenmusem
So sieht die Entwicklung der Folie beim Schokoweihnachtsmann aus. Oder in diesem Fall bei seiner Frau.

Als Nächstes kommt das Schokoladenmuseum. Hier erfährst du alles über diese zuckersüße Verlockung. Im Museum wird dir die Geschichte der Schokolade näher gebracht und wo diese überhaupt herkommt. Eine Besonderheit ist auch die gläserne Produktionsstraße. Hier kannst du erleben, wie aus der flüssigen Schokolade fertig verpackte Täfelchen entstehen. Und natürlich kannst du dort auch eine Qualitätskontrolle durchführen. Darüber hinaus gibt es dort auch den berühmten Schokoladenbrunnen, der ebenfalls zum Probieren einlädt. Abschließend findest du oben noch eine kleine Manufaktur, wo du deine eigene Schokolade kreieren kannst. Tipp: Du kannst hier sogar den Kindergeburtstag deiner Kinder feiern und entweder eine Führung machen oder selbst kreativ werden.

Essen im Hard Rock Cafe Köln

So, und jetzt hatten wir Hunger. Wohin soll es gehen? Natürlich ins Hard Rock Café. Dieses Mal war der Besuch aber leider etwas unglücklich. Die obligatorische Wartezeit konnten wir gut in der Innenstadt von Köln verbringen. Dort erlebten wir auch schon die ersten Ausläufer des Christopher Street Day. Es war laut. Und es war bunt. Dann haben wir noch bei der Filiale des angebissenen Apfels vorbeigeschaut bis wir zum Café zurückkehrten und unseren Tisch bekommen sollten. Doch leider hat es im Hotel nebenan gebrannt und der Block hatte kein Strom mehr. Womit auch die Küche kalt blieb. Wir haben uns dazu entschieden zu warten. Am Ende gab es dann keine Burger, aber immerhin Nachos und einen Cäsar Salat. Das war auch sehr lecker.

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Die ganze Hohenzoller Brücke ist voll mit Vorhängeschlössern von Pärchen.

P!nk im RheinEnergieSTADION Köln

Doch nun näherte sich der Höhepunkt des Tages: P!nk im RheinEnergieSTADION. Also auf zur nächsten Haltestelle und abging es mit der Straßenbahn Richtung Stadion. Vorher haben wir noch einen kurzen Abstecher zu unserem Auto gemacht und unsere Taschen weggepackt. Wir durften sie eh nicht mit ins Stadion nehmen. Ein guter Tipp: Wir haben uns ein frisches T-Shirt angezogen und das Deo erneuert. Wenn du den ganzen Tag unterwegs bist, ist das eine Wohltat.

Zurück am Stadion suchten wir den richtigen Eingang und von dort aus zunächst einmal unseren Sitzplatz. Es war das erste Konzert in meinem Leben und wir haben uns dazu entschieden uns nicht vor die Bühne ins Getümmel zu stürzen. Im Nachhinein habe ich das etwas bereut. Denn selbst mit dem Smartphone hätte man da vorne tolle Fotos machen können. Doch die Sitzplätze und vor allem der Sound waren auch auf der Tribüne sehr gut.

Pink Konzert
Die Bühne im Rheinenergie Stadion.

Auch der Stadionbesuch war für mich eine Premiere. So etwas habe ich bisher auch nicht aus der Nähe gesehen. Deshalb haben wir als Nächstes das Gelände erkundet und meine Frau hat sich ein Shirt gekauft. Eine Erinnerung muss man ja mitnehmen. Danach haben wir uns noch mit Getränken versorgt (Preise gestalten können die Leute im Station) und sind zurück zu unseren Plätzen.

Vorprogramm

Das Vorprogramm vor noch im vollen Gang. Eine englische Sängerin hatte Coversongs zum Besten gegeben und wirklich die Bühne gerockt. Es hat sehr viel Spaß gemacht ihr dabei zuzusehen und zu hören. Der Sänger mit seinen Gitarren war von der Stimme auch sehr gut, aber er hatte nicht so eine geile Bühnenpräsenz. Zwischendurch lockerte dann noch ein DJ mit seiner Show auf und wir alle kamen auf Betriebstemperatur.

P!nk Life on Stage

Und dann…. Auftritt P!nk. Krass! Wie schon geschrieben war ich bis zu diesem Zeitpunkt kein großer Fan von ihr. Einige Lieder fand ich richtig toll, viele andere gingen aber so. Aber als wir sie live auf der Bühne gesehen haben, mit ihrer Wahnsinnsstimme und der fantastischen Bühnenshow war ich schockverliebt. Vom ersten Lied an ging es mir unter die Haut und auch jetzt, wo ich diesen Artikel schreibe, bekomme ich mein Grinsen nicht aus dem Gesicht. Bei jedem Lied wurde das Outfit angepasst. Die Lichteffekte änderten sich. Sie schwebte über die Bühne und zum Schluss flog(!) sie durch das Stadion. Kennt ihr die Spidercam, die bei Fußballspielen das Geschehen von oben filmen? Entfernt die Kamera und hängt da P!nk dran. Mega gut!

Nach dem Konzert ging es dann zum Hotel. Aber leider nicht so schnell wie gedacht. Immerhin gab es einen Haufen Menschen, der die gleiche Idee hatte. So haben wir allein 20 Minuten gebraucht, um aus unserer Parklücke zu kommen. Soviel zu unserem tollen Parkplatz. Als wir diesen verlassen hatten, suchten wir eine Route fernab der Hauptstraßen, um auf die Autobahn zu kommen. Doch auch mit der Idee waren wir nicht alleine. Die Verkehrssituation um das ganze Stadion war angespannt. Irgendwann haben wir es dann doch geschafft in unserer Unterkunft anzukommen und es ging direkt ohne Umwege ins Land der Träume.

Der zweite Tag in Köln

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Die Flora, der botanische Garten in Köln, ist eine echte Augenweide.

Da wir uns auch für diesen Tag einiges vorgenommen hatten, begann der Sonntag mit einem Wecker. Danach hieß es frisch machen und frühstücken. Das Frühstücksbuffet des H+ Hotels in Brühl war sehr gut gewesen. Neben Brötchen, Brot und Aufschnitt findest du dort auch Joghurt, Rührei oder Pfannkuchen. Alles war sauber und ordentlich und wir haben uns den Bauch voll geschlagen.

Willkommen im Kölner Zoo

Der nächste Halt: Kölner Zoo. Dazu wird noch ein eigener Artikel geschrieben. Die kurze Zusammenfassung: Du findest hier einen schön gestalteten Zoo im Herzen von Köln. Die Verkehrsanbindung war für uns ungewohnt schwierig, doch letztlich haben wir einen Parkplatz gefunden. Unsere Highlights im Zoo waren die roten Pandas, die in den Bäumen kletterten und tolle Fotomotive boten. Ebenso war der Nachwuchs bei den Nilpferden sehr süß. Wir hatten das Glück das Kleine bei der Fütterung zu beobachten. Das i-Tüpfelchen war dann die Flugshow. Hier kannst du neben Klassikern wie dem Weißkopfseeadler auch Aras im Flug beobachten. Der Zoobesuch war auf jeden Fall sein Geld wert.

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Auch an den Brücken in Köln wurden Regenbogenfahnen angebracht.

Danach ging es für uns noch einmal in die Innenstadt. Immerhin wollten wir ja noch einen Burger im Hard Rock Café genießen. Dort angekommen war die Parade vom Christopher Street Day zwar schon vorbei, aber in der Innenstadt war trotzdem noch die Hölle los. Es war eine sehr gute Stimmung und die Luft war erfüllt von lauter Musik. Schwule, Lesben und Bisexuelle zeigten sich in provokanten, aber auch sehr coolen Outfits. Es gab mehrere Bühnen und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Dabei hatten wir überall in Köln Leute mit Regenbogen-Fahnen gesehen oder mit Kleidung aus der Szene. Es war eine gigantische Straßenparty voller ausgelassener Menschen und es hat richtig Spaß gemacht das einmal zu erleben.

Hard Rock Cafe die Zweite

Im Hard Rock Café selbst war auch wieder alles in Ordnung. So konnten wir dann auch unsere Burger und die besondere Stimmung genießen. Nach den beiden anstrengenden Tagen haben wir uns auch richtig Zeit gelassen und in Ruhe die neue Karte studiert. Leider wurde mit dem Texaner einer meiner Lieblingsburger gestrichen. Dabei handelte es sich um einen Burger mit Pulled Pork, gerösteten Zwiebeln und BBQ-Sauce. Doch die Karte bietet nach wie vor genug Alternativen.

Endlich ging es dann nach Hause. Endlich? Ja. Es war ein richtig schönes Wochenende und wir haben viele Eindrücke mitgenommen. Uns kam es vor, als ob wir eine Woche Urlaub hinter uns gelassen haben, doch wir waren auch sehr geschafft und freuten uns auf unsere Katzen und unsere Couch. Immerhin haben wir in dieser Zeit über 30 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und das merkten wir auch.

Fazit

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Wie ihr seht hat man vom Triangle einen guten Blick.

Köln ist eine richtig tolle Stadt. Sehr lebendig mit einigen schönen Sehenswürdigkeiten. Neben dem quirligen Stadtleben bietet die Stadt aber auch erholsame Parks und einen gut gestalteten Zoo. Wir empfehlen aber den Nahverkehr zu nutzen, weil du wie in jeder größeren Stadt mit dem Verkehr und der Parkplatzsituation zu kämpfen hast. Es war sehr angenehm das Auto abseits zu parken und per Bahn und zu Fuß die Stadt zu erkunden.

E-Scooter

Wir wollten übrigens auch diese E-Scooter ausprobieren, die im Moment im Trend sind. Also haben wir uns fix eine entsprechende App heruntergeladen und suchten nach den Scootern. Zwei Stück standen dicht beieinander, also haben wir uns auf den Weg gemacht. Der erste Scooter war gar nicht da, obwohl die App das angezeigt hatte. Beim zweiten standen dafür direkt 4 Stück. Zwei davon waren wohl reserviert, zwei zeigten ein grünes Licht. Meine Frau scannte den ersten Scooter, doch schon kam die Meldung, das mit 12 % Akkuleistung nichts zu machen ist. Meiner zeigte 20 % an, doch nach dem Scannen arbeitete das Smartphone vor sich hin, bis eine Fehlermeldung kam. Vermutlich war das Handynetz wegen dem CSD ziemlich ausgelastet.

Wir standen immer noch ohne Scooter da. Ein Stück weiter sollten dann noch zwei Modelle stehen. Wir machten uns auf den Weg, doch in der Zwischenzeit hat die wohl jemand anders ausgeliehen. Vielleicht hatten wir an diesem Tag einfach nur Pech gehabt, aber am Ende ging es für uns zu Fuß zum Auto.

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