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Ich war noch niemals in New York… Teil 1

Posted in USA, and Rund um die Welt

Last updated on 24. Mai 2020

New York City, auch bekannt als der Big Apple, ist für viele Menschen ein Sehnsuchtsort. Es ist das typische Ziel für viele USA-Reisende und eine gute Einstiegsdroge für Reisen in die Vereinigten Staaten. Wir erfüllten uns diesen Traum 2015 und es war unsere zweite gemeinsame Fernreise. Was wir in den 8 Tagen dort erlebten, kannst du in unserem Reisebericht nachlesen.

Anlass für unsere Reise war der 50. Geburtstag meiner Schwiegermutter. Auch für sie war es schon immer ein Traum gewesen einmal New York zu besuchen. Außerdem lebt dort eine alte Freundin von ihr, die wir endlich mal besuchen konnten.

Hinweis: Dieser Beitrag ist nicht finanziert. Wir bekommen kein Geld vom Veranstalter und auch nicht von den einzelnen Unterkünften, falls erwähnt. Alles in diesem Beitrag sind unsere persönlichen Erfahrungen und wir erwähnen Restaurants und Unterkünfte, um dir Tipps für deine eigene Reiseplanung zu liefern, aber nicht um Geld zu verdienen. Es war eine privat finanzierte Reise, die wir uns selber ausgesucht haben.

Die Einreise

New York City - Wolkenkratzer
In Manhattan findest du zahlreiche Wolkenkratzer. Meistens sind es Herdentiere, die gerne in Gruppen zusammen stehen. Hier ist ein Exemplar, das etwas alleine dasteht.

Die USA zu besuchen ist immer etwas besonderes und das fängt schon mit der Einreise an. Du musst rechtzeitig deine Einreiseerlaubnis (ESTA) beantragen und am Flughafen wirst du von der Grenzkontrolle ausgefragt. Zuletzt wurden wir schon in Düsseldorf von einem Mitarbeiter der Fluggesellschaft befragt, bevor wir überhaupt unser Gepäck abgeben durften. Allerdings ist das ganze normalerweise nicht so schlimm wie es sich vielleicht im ersten Moment anhört.

Dir steht deine erste USA-Reise bevor und du möchtest dich vorbereiten? Wir haben uns mal die Zeit genommen und in Ruhe alles wichtige in einem Beitrag zusammengefasst. Wir versuchen den Text aktuell zu halten, haben aber auch alle wichtigen Quellen verlinkt. Es empfiehlt sich, dass du ihn dir mal durchliest, wenn die Vereinigten Staaten für dich Neuland sind.

Sind diese Hürden genommen, kann es endlich losgehen. Wir machten uns von Düsseldorf auf zum achteinhalb stündigen Flug Richtung USA. Nach Hause geht es dank Rückenwind schneller. Unser Ziel war der John F. Kennedy International Airport, der größte Verkehrsflughafen im Großraum von New York.

Der Flug selber war gar nicht voll ausgebucht, so das wir etwas mehr Platz im Flugzeug hatten. Gerade bei Langstreckenflügen kann so etwas leicht passieren und es lohnt sich eine Stewardess anzusprechen, ob man sich nach dem Start umsetzen kann. So lassen sich gerade solche langen Flüge gut aushalten. Sei aber fair gegenüber den anderen Passagieren und blockiere nicht direkt mehrere Sitze.

Langstreckenflüge können sehr anstrengend und langweilig sein. Das haben wir selbst oft genug erlebt. Mit den Jahren haben wir aber einige Erfahrungen gesammelt und uns einiges von anderen Fluggästen abgeschaut. Das alles haben wir in einem Beitrag zusammengefasst. Suchst du noch ein paar Tipps zum Fliegen? Dann schau ihn dir einfach mal an.

Willkommen in New York City!

Für mich war es das erste Mal, das ich in die USA gereist bin. Ich war schon immer fasziniert von der amerikanischen Kultur, aber aufgrund meiner früheren finanziellen Situation und meiner Nikotinsucht hatte ich es nie für möglich gehalten jemals dorthin zu reisen. Doch dann war ich auf einmal dort, für mich so etwas wie heiliger Boden und ich denke es geht vielen Leuten so.

Wir schnappten uns ein Taxi und machten uns auf den Weg zu unserem Hotel. Während der Fahrt hingen wir nur an den Scheiben und bewunderten jeden Kilometer, den wir passierten. Etwas befremdlich war die Trennscheibe zwischen uns und dem Taxifahrer und das auf einem Monitor Nachrichten und Werbung lief. Bei uns zu Hause laufen die Taxifahrten doch etwas persönlicher ab.

Schon auf der Fahrt bekamen wir einen Eindruck davon, wie riesig diese Stadt war. Über 8 Millionen Menschen leben und arbeiten hier (Stand 2018), das sind mehr als in allen Millionenstädten Deutschlands zusammen! Dabei benutzt mehr als die Hälfte von ihnen öffentliche Verkehrsmittel wie die U-Bahn.

New York City - Alte Anlegestelle
Hier siehst du eine alte Anlegestelle im Liberty State Park. Von dort kannst du auf Manhattan und seine Wolkenkratzer schauen.

Das liegt vermutlich an der extremen Verkehrsdichte. Es ist schon fast egal wann du wo in der Stadt unterwegs bist, die Straßen sind voll mit Autos. Dabei verbringt der durchschnittliche New Yorker pro Woche 6 Stunden in seinem Auto. Da ist es für viele sinnvoller die Bahn zu benutzen, wobei das Netz wirklich gut ausgebaut ist.

Wir erreichten unsere Unterkunft, das “The Collective Paper Factory” und meine Frau hat wieder einmal ihr Gespür für gute Reiseplanung bewiesen. Das Hotel war ordentlich und sauber und hatte durch seinen Industrie-Stil einen ganz besonderen Charme. Wir checkten ein und verstauten unsere Habseligkeiten im Zimmer. Danach wollten wir direkt die Stadt erkunden!

Tipp: Für einen Besuch ist der New York Pass sehr empfehlenswert. Der Preis schreckt zwar im ersten Moment etwas ab, aber es sind sehr viele Eintrittspreise inklusive oder du bekommst einen Rabatt. Bei manchen Attraktionen kannst du den Fast Track benutzten, du hast also bevorzugten Einlass. Außerdem kannst du die Hop-on/Hop-off-Bustouren nutzen.

Mit dem Pass hatten wir auch ein dickes Büchlein bekommen, wo alle Vorteile zu finden waren. Selbstverständlich gibt es ihn aber auch als App. Ein Vorteil: Du bist mit deinem Tagesplan schneller fertig als gedacht und hast noch ein paar Stunden vom Tag? Dann schau nach was in der Nähe ist. So bin ich in einer Ausstellung des Films “Die Tribute von Panem” gelandet. Das war nicht geplant aber mit dem Pass gratis.

Die erste Fahrt mit der U-Bahn

New York City - Subway
Die berühmte New Yorker U-Bahn bei der Einfahrt.

Wir kauften uns jeder ein Wochenticket für die New Yorker U-Bahn und machten uns auf Richtung Brooklyn Bridge. Und auf einmal sitzt du in dieser alten U-Bahn, die du schon tausend Mal in Filmen und Serien gesehen hast. Und wie in manchen Filmen erlebst du hin und wieder auch ein paar Kuriositäten während der Fahrt.

Einmal stiegen ein paar Jugendliche mit ihrem Gettoblaster in die Bahn und legten eine Hip-Hop-Performance ab (um danach Geld zu sammeln), einmal spielte ein Paar ein kurzes Theaterstück und ein anderes Mal verkaufte ein Typ mit einem Bollerwagen Getränke und Kekse.

Eröffnet wurde die MTA New York City Subway, wie sie offiziell heißt, übrigens im Jahr 1904 und ist damit eine der ältesten der Welt. Es gibt unfassbare 472 Bahnhöfe, die auf 25 Linien verteilt sind. Fünf Millionen Menschen nutzen das 380 Kilometer lange Streckennetz jeden Tag. Für uns Touristen ist sie das perfekte Transportmittel!

Nachdem wir unsere erste Fahrt mit der Metro überstanden hatten, verließen wir die Haltestelle und gingen den restlichen Weg zur Brooklyn Bridge. Wir liefen vorbei an einigen imposanten Gebäuden und wir erlebten, das in den Staaten alles etwas größer ist.

Von Brooklyn nach Manhattan über die Brooklyn Bridge

New York City - Brooklyn Bridge
Die bekannteste Brücke der Stadt ist ohne Zweifel die Brooklyn Bridge. Im Hintergrund dominiert das One World Trade Center das Stadtbild.

Auf der Brücke angekommen verliebte ich mich sofort in sie. Die Architektur war sehr schön und der ganze Stil gefiel mir richtig gut. Und auch hier gab es wieder eine Superlative. Denn als die Brooklyn Bridge 1883 fertiggestellt wurde, war sie die mit Abstand größte Hängebrücke der Welt.

Sie spannt sich über den East River und verbindet Manhattan mit Brooklyn. Dadurch ist sie eine wichtige Verbindung und wird täglich von zahlreichen Fahrzeugen und Fußgängern genutzt. Und natürlich ist sie sehr beliebt bei Touristen. Möchtest du ein Foto ohne Menschen? Dann musst du schon sehr früh aufstehen und hoffen, dass nicht allzu viele Sportler unterwegs sind. Denn auch die sind sehr gerne am frühen Morgen unterwegs.

Als wir dann die Brooklyn Bridge entlang gingen entdeckten wir in weiter Ferne zum ersten Mal die Freiheitsstatue. Für viele Einwanderer war es über Generationen das Symbol für die USA und für Freiheit. Auch wir planten einen ausführlichen Ausflug nach Ellis Island und zur Freiheitsstatue, aber das kam später.

Außerdem sahen wir die weniger bekannte Schwester der Brooklyn Bridge, die ebenfalls sehr schöne Manhattan Bridge. Sie läuft fast parallel zur Brooklyn Bridge und spannt sich ebenfalls über den East River. Ich muss gestehen, dass ich den Namen erst googeln musste. Namentlich kannte ich die Brücke auch nicht.

Lässt du deinen Blick ein wenig über die Stadt streifen, dann entdeckst du natürlich sehr schnell das neue One World Trade Center und den Spruce Street Tower, der durch seine besondere Architektur auffällt. Beide Gebäude stechen im Stadtbild von Lower Manhattan hervor.

Auf dem Weg zum Times Square

New York City - Little Italy
Im 19. Jahrhundert lebten hier über 40.000 Italiener, heute sind nur noch 5 %. Das Viertel immer noch sehr beliebt, da es hier preiswertes italienisches Essen gibt.

Wir steiften noch ein wenig durch Manhattan und spazierten durch Little Italy. Wie der Name schon sagt, lebten hier vor allem italienischstämmige Einwanderer. Im Laufe der Zeit lösten sich jedoch solche ethnischen Viertel mehr und mehr auf und die Bewohner verteilten sich über die Stadt. Heute sind nur noch 5 % der Bewohner Italiener.

Wir gingen weiter und bewunderten immer wieder witzige und beeindruckende Graffitis an den Häuserwänden. Natürlich bewegten wir uns dabei immer weiter Richtung Norden auf den Times Square zu. Damit hatten wir schon am ersten Tag einige Höhepunkte gesammelt.

Wenn du noch nie in New York warst, dann kannst du dir nicht vorstellen was auf dem Times Square los ist. Du hast diese bunten und riesigen LED-Schirme, die dir Werbung, Nachrichten oder den Börsenkurs zeigen. Sie bedecken ganze Häuserwände und am Abend wirken sie in der Dunkelheit noch dominanter. Dadurch ist der Times Square der hellste Ort in New York und man kann ihn durch den Helligkeitsunterschied sogar aus dem Weltraum sehen.

New York City - Graffiti
New York ist voll mit zum Teil richtig guten Graffitis. Du solltest immer die Augen offen halten und auch mal in Seitengassen blicken.

Es ist durch den Verkehr sehr laut und die New Yorker lieben es zu hupen. Das ist kein Witz. Wir haben noch nie Menschen so oft Hupen gehört.

Und natürlich laufen dort Massen an Menschen umher. Jeder möchte mal auf dem Times Square sein. Du findest hier auch Straßenkünstler, die in Kostümen herumlaufen und Fotos mit dir machen wollen, selbstverständlich für ein paar Dollar. Es war schon wirklich sehr interessant das im echten Leben zu sehen.

Nach diesem Erlebnis ging es für uns mit der U-Bahn zurück zum Hotel. Wir hatten ja noch den Flug und die Zeitverschiebung in den Knochen und selbstverständlich bot der nächste Tag auch wieder abwechslungsreich zu werden.

Tag 1: Guten Morgen New York

New York City - Manhattan Bridge
Namentlich nicht so bekannt ist die wunderschöne Manhattan Bridge. Im Hintergrund ragt das Empire State Building hervor.

An diesem Tag haben wir uns mit Kubi getroffen, die Freundin meiner Schwiegermutter. Sie wanderte vor vielen Jahren in die USA aus und die beiden kannten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit beim Fußball. Wir verabredeten uns in einem Diner, denn jeder gute Tag startet mit einem guten Frühstück. Tatsächlich liebe ich die amerikanische Art des Frühstückens. Es ist süß, es ist fettig und du brauchst den Rest des Tages kaum noch etwas zu essen. Gesund ist natürlich etwas anderes.

Du hast keine Vorstellung davon, wie ein amerikanisches Frühstück aussieht? Auch zu diesem Thema haben wir einen ausführlichen Beitrag geschrieben. Wenn dich so etwas interessiert oder du dich auf deinen ersten Besuch in einem Frühstückscafé vorbereiten möchtest, kannst du dir gerne den Beitrag durchlesen.

Kubi holte uns mit ihrem Auto ab, denn wir wollten nach New Jersey einkaufen gehen. Unser Ziel war ein großes Einkaufszentrum und in New Jersey zahlst du in den Outlet Centern keine Steuern. Zum Vergleich: In New York sind es stolze 8,875 %.

Wir machten zuvor noch einen kurzen Stopp am Astoria Park am East River. Von dort hast du einen schönen Blick über Manhattan. Danach fuhren wir durch die Straßenschluchten von New York und erlebten den dichten Verkehr aus nächster Nähe. Wieder bestätigte sich, das die New Yorker leidenschaftlich mit ihrer Hupe umgehen. Sobald der Verkehr auch nur 5 Sekunden stockt, findet sich mindestens ein Verkehrsteilnehmer, der seinen Unmut mit einem Hupen herausruft. Faszinierend.

Shopping USA

Das Outlet Center in New Jersey erreichten wir dann problemlos. Wenn du noch nie in solchen Malls unterwegs warst, dann kann dich die Größe erschlagen. Für mich persönlich war es sehr wichtig eine SIM-Karte für das Smartphone zu bekommen. Ich empfehle dies immer gerne, denn so bist du unabhängig von öffentlichen WLANs. So kannst du auch jederzeit etwas im Netz suchen oder die Karten-App verwenden.

Tipp: Gerade die Karten-Apps funktionierten schon 2015 in New York unheimlich gut. Die vorinstallierte App (bei uns Apple Maps) kannte den U-Bahn-Fahrplan und wir brauchten nur eine Navigation wohin auch immer zu starten. Die App sagte uns, wo die nächste Haltestelle zu finden war, welche Linie in welcher Richtung wir nehmen mussten und wo wir letztlich aussteigen mussten.

Shoppen in New York (und der Umgebung) ist natürlich bei allen Touristen sehr beliebt. Achte nur darauf, dass du die Freimengen einhältst. Sonst gibt es im schlimmsten Fall eine böse Überraschung bei der Einreise. Hier findest du einen kleinen Beitrag mit Tipps zum Einkaufen.

Ein Sonnenuntergang über Manhattan

Nachdem wir die Kreditkarten zum Glühen gebracht hatten, war der letzte Punkt des Tages der Liberty State Park. Vom Nordosten des Parks aus hast du einen sehr schönen Blick auf Manhattan und seine Wolkenkratzer. Ein perfekter Ort, um die typische Skyline von New York City zu fotografieren.

Es ist nur sehr blöd, wenn du dein Stativ aufbaust, dann die Kamera daran befestigen möchtest und feststellst, dass du die Stativ-Platte zu Hause vergessen hast. In dem Moment zerbrach für mich meine fotografische Welt und ich ärgerte mich über diese Dummheit. Aus der Not heraus sprach ich einen anderen Fotografen an, der dort ebenfalls unterwegs war. Ich fragte ihn, ob ich mir sein Stativ ausleihen könnte. Genau genommen fragte das natürlich meine Frau.

New York City - Skyline
Die Skyline der Stadt am späten Abend. Es ist so beeindruckend sie einmal im wirklichen Leben zu sehen.

Doch er hatte in seinem Wagen noch ein Ersatzstativ dabei, das ich haben könnte. Der Abend war gerettet! Ich tobte mich aus und konnte mein Glück nicht fassen. Als ich fertig mit meinen Fotos war, kehrte ich zu ihm zurück. Ich bedankte mich und wollte es zurückgeben, doch er meinte dann, dass ich es behalten könnte. Er hatte dafür keine Verwendung mehr und ich schien es dringender zu brauchen als er. Ich wollte ihm noch ein paar Dollar anbieten, doch er blieb bei seiner Meinung. Das war ein wirklich toller Moment und ich habe das Stativ noch heute.

Außerdem gibt es am Liberty State Park ein Monument für die Twin-Tower, die am 11. September zerstört wurden, das Empty Sky Memorial. Es sind zwei metallische Wände, die parallel zueinander stehen. Blickst du Richtung Manhattan, dann zeigen sie dir den Ort, wo damals die Türme standen.

Zumindest 2015 war es noch ein Geheimtipp, denn wir waren fast alleine dort. Es lohnt sich ausreichend Zeit mitzubringen, denn neben der Skyline findest du dort auch die alten Anlegestellen der Fähren und das stillgelegte Eisenbahnterminal. Das Terminal ist Teil des Liberty State Park und erinnert zusammen mit Ellis Island und der Freiheitsstatue an die Ära der massiven Einwanderung durch den Hafen von New York und New Jersey.

Tag 2: Central Park und Baseball

New York City - Times Square
Am Tag ist es natürlich immer noch bunt und laut, aber die Reklamewände dominieren das Bild nicht mehr so extrem wie am Abend.

Am nächsten Morgen entdeckten wir ein schönes Café ganz in der Nähe unseres Hotels. Das Standard Cafe am Northern Blvd Ecke 37th Ave hatte leckeren Kaffee, Bagels, Sandwiches und Paninis. Die Preise waren für New Yorker Verhältnisse in Ordnung und war nicht weit von der U-Bahn Haltestelle entfernt.

Wir fuhren nach dem Frühstück mit der U-Bahn zum Times Square, der am Morgen nicht mehr ganz so beeindruckend wirkte und schlenderten durch die Stadt in Richtung Central Park. Ich versuchte mich zwischenzeitlich am beliebtesten Fotomotiv der Stadt, den gelben Taxis, doch dieser Zieh-Effekt wollte mir nicht gelingen. Dabei soll das Taxi scharf sein, der Hintergrund aber unscharf. Das vermittelt eine schöne Dynamik im Bild. Doch wie immer macht die Übung den Meister.

Zu Besuch im Central Park

New York City - Central Park
Die Bow Bridge im Central Park. Es gibt einige Seen in diesem riesigen Stadtpark.

Es war ein bedeckter Tag und einige der Wolkenkratzer machten ihrem Namen alle Ehre und verschwanden zum Teil in den tiefen Wolken. Wir erreichten den Park und fanden schnell heraus wie riesig er wirklich war. Knapp 50 Querstraßen (oder 4 km) ist der bekannte Stadtpark im Herzen Manhattans lang und beheimatet sogar einen kleinen Zoo.

Früher war der Central Park einer der gefährlichsten Orte in New York City, heute ist er ein wichtiges Erholungsgebiet der Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg boomte die Stadt, doch parallel stieg auch die Armut. Es kam häufig zu Raubüberfällen und Obdachlose, Prostituierte und Drogendealer nahmen den Park für sich ein. Es war sehr gefährlich nachts durch den Central Park zu gehen.

Die Stadtverwaltung überlegte sogar den Park zu schließen. Dabei spielten auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle. Doch einige Künstler engagierten sich für den Erhalt und so entstand das berühmte Konzert von Simon & Garfunkel im Jahr 1981 vor mehr als 500.000 Zuschauern.

New York City - Hörnchen
Im Central Park sind natürlich auch einige Tiere zu entdecken, wie dieses Hörnchen.

Seit 1980 kümmert sich die Central Park Consercancy, eine Privatinitiative, um den Park. Sie haben den Park wieder in Schuss gebracht und sind noch heute für ihn Verantwortlich. Finanziert wird die Initiative hauptsächlich aus privaten Spenden, aber auch die Wirtschaft und die Stadt leisten ihren Beitrag. Heute kann man sich New York ohne den Central Park gar nicht vorstellen.

Tipp: Möchtest du Wissen, was im Central Park los ist? Dann schau doch einfach auf der offiziellen Seite des Parks vorbei. Dort findest du alles, was du im Park unternehmen kannst. Es gibt Konzerte und du findest alle aktuellen Preise, zum Beispiel für eine Kutschfahrt.

Übrigens ist New York viel grüner als du vielleicht denkst. Neben dem Central Park gibt es unzählige kleinere Parkanlagen und Freiflächen in der Stadt, die zur Erholung einladen. Planst du eine kurze Auszeit vor dem Trubel der Stadt, dann kann dir die offizielle Liste der Parkanlagen vielleicht weiterhelfen.

Yankee Stadium

New York City - Yankee Stadium
Das neue Stadion wurde 2009 errichtet. Die Fassade wurde mit Granit verkleidet, genauso wie es beim alten Stadion der Fall war.

Nach dem Ausflug in die grüne Lunge der Stadt ging es für uns weiter zum Yankee Stadium. Der Neubau liegt im Süden der Bronx und ersetzte das alte Stadion aus dem Jahr 1923. Natürlich ist es die Heimat der berühmten New York Yankees, der Baseballmannschaft der Stadt. Aber auch Fußball wird in dem Stadion gespielt. Denn das Stadion bietet auch den New York City FC eine Heimat.

Tipp: Weitere Informationen zum Yankee Stadium findest du auf der offiziellen Webseite. Dort kannst du dich unter anderem auch über die verschiedenen Stadiontouren informieren und dir die Tickets direkt kaufen.

Leider haben wir keine Stadiontour unternommen und während unseres Aufenthalts gab es auch kein Spiel, das wir besuchen konnten. Wir mussten ganze 4 Jahre warten, bis wir in San Francisco unser erstes Baseballspiel gesehen haben.

Aber natürlich konnten wir es uns nicht nehmen lassen dem Hard Rock Café einen Besuch abzustatten. Dabei wirkte es nicht wie die üblichen Lokale dieser Kette. Normalerweise hast du überall Fernseher, auf denen Musikvideos laufen und es ist etwas dunkler und gemütlicher. Hier am Yankee Stadium ist es eher wie eine Sportbar. An den Wänden hängen nicht nur Schallplatten und sonstige Souvenirs der Stars, sondern auch Trikots von Spielern. Ein Teil der Rückwand war mit Baseballschlägern verkleidet und es war (zumindest am Mittag) sehr hell. Die Speisekarte war dann aber wieder wie immer und wir hatten ein richtig gutes Mittagessen.

New York City - Hard Rock Cafe Yankee Stadium
Das Hard Rock Café am Yankee Stadium erinnert mehr an eine Sportbar. Trotzdem war es sehr gemütlich und lecker.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg Kubi zu besuchen. Sie hatte an dem Tag Geburtstag und wir hatten einige Dinge aus Deutschland für sie mitgebracht. So gibt es zum Beispiel nirgendwo auf der Welt so leckeren Gewürzketchup wie bei uns. Ihre Mutter packte außerdem noch ein paar Geschenke für sie ein. So ein Besuch muss sich ja lohnen, nicht wahr?

Sie wohnte etwas außerhalb des Zentrums in Port Washington, also haben wir den Zug ausprobiert. Kubi holte uns am Bahnhof ab und wir machten einen kleinen Umweg, um an ein paar wirklich beeindruckenden Häusern vorbeizufahren. Ob in Port Washington berühmte Leute wohnen wussten wir nicht, aber es gab dort auf jeden Fall Leute mit Geld. Danach fuhren wir zu ihr nach Hause und verbrachten einen geselligen Abend mit ihr und ihren amerikanischen Nachbarn bei Kuchen und Snacks.

Da merkte ich aber zum ersten Mal, dass meine Englischkenntnisse deutlich besser sein sollten, denn es fiel mir schwer den Gesprächen zu folgen. Als ich durch die Stadt lief, kam ich noch gut zurecht. Für Tickets und ähnliches konnte ich meine Frau vorschicken. Aber ein richtiges Gespräch zu führen war dann doch etwas anderes. Dies war der erste Moment, wo ich feststellte, dass ich daran etwas ändern sollte. Liebe Kinder, lernt englisch in der Schule!

Auf dem Weg nach Hause sahen wir schon die ersten geschmückten Häuser. Denn wir gingen mit großen Schritten auf Halloween zu. In der Stadt gab es natürlich auch in den Schaufenstern Dekoration und in den Geschäften passende Artikel zu kaufen. Aber in der Vorstadt sah man Häuser wie aus dem Fernseher. Überall leuchtende Kürbisse, Lichterketten und Totenschädel. Das ist schon charmant verrückt.

Feierabend

New York City - Brooklyn Bridge 2
Auf der Brooklyn Bridge haben sich einige Paare verewigt. An einigen Laternen findest du bunte Schlösser mit den Namen der Verliebten.

Die ersten beiden Tage in New York City waren ganz schön anstrengend, aber auch richtig super. Wenn du den ganzen Tag unterwegs bist vergisst du schnell den Jetlag. Ich glaube es ist wichtig zu einem normalen Rhythmus zu kommen, den Rest schafft der Körper von alleine.

Im nächsten Teil geht es dann zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island, wir besuchten einen Flugzeugträger und schauten vom Empire State Building auf die Stadt hinab.

Quellen

  • Unsere eigenen Erfahrungen aus unserem Urlaub von 2015
  • Verschiedene Wikipedia-Einträge für die Hintergrundinformationen
  • Einige offizielle Webseiten

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