Direkt zum Inhalt

In der Diamantenstadt Antwerpen

Posted in Rund um die Welt, and Belgien

Last updated on 12. Januar 2020

Unser guter Freund Frank hatte kürzlich Geburtstag und wir schenkten ihm ein Essen im Hard Rock Café. Nur in welchem? Da wir letztes Jahr dieselbe Idee hatten und spontan nach Brüssel gefahren sind, entschieden wir uns dieses Mal für Antwerpen.

Anreise nach Antwerpen und Parken

Steffi machte das, was sie sehr gut kann: Planen! Sie recherchierte im Internet, was sich lohnt und was man in Antwerpen gesehen haben muss. Wenn man aber nur einen halben Tag Zeit hat, muss alles auch in der Nähe sein. Doch wie so oft erledigte Steffi das mit Bravour.

Der Samstagmorgen startete dann erstmal wie immer: erst eine lockere Runde laufen gehen und danach der Wocheneinkauf. Danach sammelten wir Frank ein, haben noch etwas getrunken und machten uns dann auf den Weg. Zwischenzeit: eine Stunde hinter dem Plan.

Die Reise verlief dann recht unspektakulär. Zunächst ging es zur niederländischen Grenze, wo wir einige Kilometer hinter uns gebracht hatten, bis wir Belgien und dort schließlich Antwerpen erreichten. Sehr gut gelöst ist dort das Park and Ride. Direkt an einer Autobahnabfahrt war ein großer Parkplatz, wo wir unseren Wagen abstellen konnten. Keine 5 Minuten Laufweg war dann auch schon die Haltestelle und wir fuhren für 3 Euro mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Keine Parkplatzsuche, keine Gebühren. Toll.

Stadterkundung

In der Diamantenstadt Antwerpen 1
Überall in der Innenstadt findet man Wände, die mit kunstvollen Grafitti veredelt sind.

Zuerst hatten wir uns die großartige Centraal Station angesehen, um dann einen kurzen Blick auf China Town zu werfen. Danach ging es zu einem Diamantenhändler, der auch eine kleine Tour anbietet. Uns wurde gezeigt, wo Diamanten herkommen, welche Arten von Qualitäten es gibt und welche Art von Schliff bei Edelsteinen verwendet werden. Natürlich war das alles Teil des Versuches uns etwas zu verkaufen, doch wir blieben im Großen und Ganzen standhaft und ich kaufte mir nur einen winzigen Diamanten für meine Souvenir-Vitrine.

Danach wollten wir uns den berühmten Markt von Antwerpen ansehen, doch gegen 16 Uhr waren die allermeisten Händler schon am Einpacken. Wir haben auf einen kleinen Snack gehofft, aber sei es drum. Also ging es weiter auf unserer Tour und der nächste Punkt waren zwei Comicwände. In Antwerpen findet man tatsächlich mehrere Hauswände, die mit Comics bemalt wurden. Das sieht schon richtig gut aus und gibt den Straßen ein schönes Flair.

Der Marktplatz und das Hard Rock Cafe Antwerpen

Das Hard Rock Cafe in Antwerpen
Das Hauptziel unseres Ausfluges: unser liebster Burgerbräter!

Als Nächstes ging es in die Innenstadt und dort zum großen Markt. Antwerpen hat eine wirklich schöne Altstadt mit tollen alten Häusern. Es gab sehr viele Möglichkeiten etwas zu essen oder ein wenig einzukaufen, doch unser Weg führte uns geradewegs zum Hard Rock Café. Mitten auf dem Markt fand gerade ein Basketball-Wettkampf statt und so war alles erfüllt von Hip-Hop Musik und jungen Leuten.

Das HRC war dann so, wie man es erwartet hatte: Es gab draußen gute Sitzmöglichkeiten und im inneren geschäftigen Treiben und laute Rockmusik. Wir haben uns dafür entschieden drinnen zu sitzen, da wir schon den ganzen Mittag durch die Sonne gelaufen sind und etwas Schatten und kühle tanken wollten. Die Bedienung war sehr nett gewesen und das Essen kam recht zügig. Natürlich gab es Burger! Wie immer sehr lecker, preislich aber natürlich im oberen Bereich. Aber dafür ist das auch eine andere Qualität und auch eine andere Größe als bei bekannten Burgerketten. Nach meinem Geschmack sind die Burger auch besser als bei so manchem “Premium” Burgerlokal.

Antwerpen und das MAS

Das nächste und letzte Ziel auf der Reise war das MAS (Museum aan de Strom), ein schönes und modernes Museum am Hafen. Natürlich hatten wir nicht mehr die Zeit, um uns dort eine Ausstellung anzusehen. Aber das Dach ist kostenlos zu erreichen und soll einen herrlichen Blick auf die Stadt eröffnen. Also machten wir uns auf dem Weg entlang der Schelde und erreichten dann auch unser Ziel.

Der Weg auf das Dach verlief dann über Rolltreppen, was sich ganz schön in die Länge gezogen hatte. Doch als wir oben angekommen sind, hatten wir wirklich einen sehr schönen Blick über die Stadt. Hohes Kunststoffglas bietet das nötige Maß an Sicherheit und an jeder Seite ist ein kleines Loch, damit man gut Fotografieren kann. Für mich sind solche Details immer toll.

Nun ging es langsam richtig Heimat und wir suchten uns den Weg zur nächsten Haltestelle. Irgendwo allerdings sind wir wohl falsch abgebogen, denn wir fanden uns im Rotlichtviertel von Antwerpen wieder. Wenn man noch nie in einem solchen Umfeld gewesen ist, fühlt sich das schon etwas befremdlich an, wenn Frauen leicht bekleidet hinter Scheiben sitzen wie in einem Geschäft.

In der Diamantenstadt Antwerpen 2
Das MAS ist eines der schönsten Museen, die wir gesehen haben. Vom Dach hat man eine tolle Aussicht über die Stadt.

Heimweg

An der Haltestelle angekommen ging es dann zum Hauptbahnhof, wo ich endlich eine belgische Waffel probieren wollte. Doch der Laden hatte nur sehr zuckerhaltige Fertigwaffeln, die einfach im Waffeleisen heiß gemacht wurden. Jedenfalls war es eine grausame Erfahrung gewesen und ich hoffe, dass ich irgendwann eine vernünftige belgische Waffel bekommen werde.

Es ging mit der Bahn dann weiter zu unserem Parkplatz und es war nach so einem aktiven Tag schön sitzen zu können. Der Rückweg gestaltete sich unspektakulär und wir haben entspannt unsere Heimat gefunden. Ich bleibe dabei: Es ist sehr angenehm in den Niederlanden und Belgien Auto zu fahren.

Fazit

Antwerpen ist auf jeden Fall ein Besuch wert! Wer für schöne Architektur zu haben ist, wird hier sicherlich fündig werden. Aber auch die bunten Fassaden, der historische Marktplatz oder die Museen locken Besucher in die Stadt. Uns hat es sehr gut gefallen und wir können uns gut vorstellen hier noch einmal vorbeizukommen.

Impressionen

Schreibe den ersten Kommentar

    Kommentar verfassen