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Rundreise an der Westküste der USA – Teil 3

Posted in Rund um die Welt, and USA

Last updated on 12. April 2020

Hier der dritte Teil unseres Reiseberichts von unserer Rundreise an der Westküste der USA. An unserem vierten Urlaubstag haben wir San Francisco verlassen und sind durch viele spektakuläre Landschaften gefahren. Was wir an Tag 4, 5 und 6 erlebt haben, kannst du in diesem Bericht nachlesen.

Du hast einen vorherigen Teil verpasst? Kein Problem, hier findest du Teil 1 und Teil 2.

Golden Gate Bridge
Die Golden Gate Bridge. Hier sind wir an einem der letzten Aussichtspunkte, nachdem wir San Francisco hinter uns gelassen haben.

Früh am Morgen startete unser Roadtrip nach Seattle. Als Erstes fuhren wir durch San Francisco und über die Golden Gate Bridge. Hier legten wir natürlich nochmal einen Fotostopp ein.

Muir Woods National Monument

Muir Woods
Inmitten des Muir Woods National Monument ist auch ein kleiner Bachlauf.

Danach ging es für uns über verschlungene Straßen und enge Kurven hinunter bis zum Muir Woods National Monument. Die Anfahrt ist schon etwas abenteuerlich und eine gute Übung für die nächsten Tage. Mit unserem im Vorfeld gekauften und ausgedruckten Parkticket, haben wir schnell einen Platz für unser Auto gefunden.

Was du bei einem Besuch des Muir Woods National Monument beachten muss und was dich dort erwartet, findest du in unserem Beitrag National Parks USA – Muir Woods National Monuments.

Am Eingang haben wir uns direkt eine Jahreskarte für die Nationalparks gekauft, da wir noch weitere Parks auf unserer Route besuchen wollten. Ob sich die Jahreskarte „America the Beautiful Passes“ für dich lohnt, haben wir in unserem Beitrag für dich zusammengefasst.

Dann ging es für uns in den Muir Woods. Ein Spaziergang zwischen den riesigen Mammutbäumen ist spannend und entspannend zugleich. Es herrscht eine angenehme Ruhe im Park und man kann den Geräuschen des Waldes lauschen. Es duftet nach Pinien und man hat das Gefühl durch einen urzeitlichen Wald zu laufen. Hinter jeder Ecke erwartet man einen Dinosaurier zu erblicken.

Die Redwood Küstenmammutbäume sind faszinierend. Oft stehen die Bäume in kleinen Gruppen zusammen. Die Rinde ist weich und in manchen Bäumen befinden sich Hohlräume, in denen man sich sogar reinstellen kann.

Nach einigen sehr schönen Stunden und dem obligatorischen Besuch des Souvenirladens fuhren wir weiter Richtung Muir Beach. Hier machten wir einen kleinen Strandspaziergang und starteten in Richtung Fort Bragg.

Über den Highway 1 bis nach Fort Bragg

Der Highway 1
Der Highway 1 schlängelt sich an der Küstenlinie entlang. Auch hier gibt es spektakuläre Ausblicke.

Wir haben uns bewusst für den Highway 1 entschieden. Als Beifahrer kann man fantastische Küstenabschnitte bewundern und hinter jeder Biegung entdeckt man ein neues Highlight. Als Fahrer sollte man sich jedoch auf die Straße konzentrieren. Diese windet sich kurvenreich an der steilen Küste entlang und erfordert viel Konzentration.

Am Fort Ross machten wir dann noch einen kurzen Zwischenstopp. Leider waren wir erst kurz vor Schließung des Historic State Parks da. So mussten wir uns den Park im Schnelldurchlauf anschauen.

Fort Ross
Fort Ross war ursprünglich ein russisches Fort. 1906 wurde es an Kalifornien verkauft.

Das Fort war lange Jahre Stützpunkt und Kolonie von Russland. Es wurde nach einem Erdbeben teilweise wiederaufgebaut und rekonstruiert. So gibt es heute mehrere Gebäude, die man besichtigen kann. Die Geschichte des Forts kannst du auf mehreren Infotafeln nachlesen. Trotz der knappen Zeit war es ein schöner Besuch.

Für uns folgte nun die letzte Tagesetappe bis zu unserem Motel in Fort Bragg. Im D’Aurilio’s haben wir uns eine leckere, frisch zubereitete amerikanische Pizza gegönnt.

MacKerricher State Park

Fuchshörnchen
Ein Fuchshörnchen lässt sich die Sonne auf den Pelz brennen. Der State Park ist ein echtes Naturparadies.

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der beeindruckenden Natur. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in den MacKerricher State Park. Es gibt an der Küste einen kostenlosen Parkplatz. Von dort ging es direkt zum ersten Aussichtspunkt.

Relativ schnell kann man die vielen zutraulichen Fuchshörnchen entdecken. Diese werden anscheinend von den Touristen gefüttert, weshalb man sehr nah an sie herankommt. Es macht viel Spaß diese kleinen Tierchen zu beobachten.

Am Aussichtspunkt hatten wir Glück ein paar Robben im steinigen Wasser entdecken zu können. Der Küstenabschnitt hier ist bekannt für die Sichtungen von Robben und Walen.

Avenue of the Giants

Avenue of the Giants
Statt der Interstate 1 empfiehlt es sich die Avenue of the Giants zu befahren. Teilweise ist die Strecke traumhaft.

Zum Einstieg haben wir einen Drive-thru Baum, den Chandelier Tree besucht. Richtig! Es handelt sich um einen so großen Baum, dass du sogar mit deinem Auto durchfahren kannst. Der Baum ist 2400 Jahre alt, 96 Meter hoch und hat einen Durchmesser von fast 6 1/2 Metern. So etwas gibt es wohl nur in Amerika.

Vom dort ging es für uns dann weiter Richtung Landesinnere, um die Straße „Avenue of the Giants“ befahren zu können. Diese Straße führt parallel zum Highway 101, ist aber viel interessanter. Sie schlängelt sich durch den Humboldt Redwoods State Park und somit mitten durch einen Wald von Mammutbäumen.

Am Founders Grove haben wir angehalten und einen ausgedehnten Spaziergang durch die Giganten gemacht. Die Eindrücke sind spektakulär und noch heute haben wir die Bilder vor Augen.

Trinidad und Redding

In der Mitte von Nirgendwo
Hier sind wir auf dem Weg von Trinidad nach Redding.

Unsere Unterkunft stand dann auch voll im Zeichen der Natur. In Trinidad haben wir in einer Hütte von Emerald Forest Cabins übernachtet. Diese Hütten stehen mitten im Wald und sind trotzdem mit einer kleinen Küche und Badezimmer ausgestattet.

Abends konnten wir dann an einem kleinen Stadtfest teilnehmen. Ein sehr netter Amerikaner hatte uns Essensmarken überlassen, mit denen wir an kleinen Ständen lokale Gerichte von Restaurants, aber auch von Privatpersonen probieren konnten. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung und wir hatten viel Spaß inmitten der Einheimischen.

Am nächsten Tag mussten wir viele Kilometer hinter uns bringen. Während der Fahrt kamen wir an vielen verbrannten Waldflächen vorbei. Ein paar Monate vorher hatte es große Waldbrände gegeben. Die Luft roch immer noch verbrannt und es machte uns traurig die vielen toten Gerippe der Bäume zu sehen.

Mit einigen kurzen Stopps erreichten wir abends unser Motel in Redding. Nach der ganzen Fahrerei sind wir noch eine kleine Runde gelaufen. Im Denny’s haben wir dann typisches Fastfood gefuttert.

Hier geht es zu unserem nächsten Teil: Rundreise an der Westküste der USA – Teil 4.

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